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Ressortvorstand Marc Erdmann im Interview

 

Mit wie viel Zuschauern rechnen Sie morgen?

Meine persönliche Erwartung ist, dass mindestens 1000 Zuschauer kommen. Dabei kommt es uns aber nicht zugute, dass die Schulferien gerade begonnen haben und dadurch wahrscheinlich mehrere Hundert Zuschauer fehlen werden. Ich hoffe dennoch, dass die Mannschaft und der Trainer den Zuspruch aus der Region erhalten. Es ist nicht alltäglich, dass so ein Relegationsspiel um den Aufstieg in die Oberliga in Backnang stattfindet. Es wäre dem Team und dem ganzen Umfeld zu wünschen, dass das Spiel vor einer stattlichen Kulisse stattfindet. Ich denke, die Zuschauer werden es nicht bereuen, da zwei spielstarke Mannschaften aufeinandertreffen.

Die Kaderplanungen für die neue Runde laufen. Wie schwierig gestalten sich die, da noch nicht feststeht, in welcher Liga gespielt wird?

Wir sind mit unseren Planungen schon sehr weit fortgeschritten. Die Zugänge sind größtenteils bekannt, auch die Abgänge. Den größten Umbruch haben wir im Abwehrbereich. Das war die größte Herausforderung. Das haben wir teilweise schon sehr gut kompensiert mit den Zugängen wie Tyrone Reyinger (SGV Freiberg), Jannik Dannhäußer (SF Schwäbisch Hall) und Alessandro Nicastro (SV Göppingen). Außerdem kehrt Marcel Friz vom VfB Neckarrems zurück. Auch das sind wieder junge Spieler mit großem Entwicklungspotenzial und sehr gutem Charakter.

Wie sieht es im Mittelfeld aus?

Das zentrale Mittelfeld und die Außenpositionen bleiben weitgehend unverändert. Spieler wie Nicastro, Friz und Dannhäußer könnten zudem auch variabel auf den Mittelfeldpositionen eingesetzt werden. Ich bin überzeugt, dass der Konkurrenzkampf um die Stammplätze generell neu belebt wird.

Welche Fortschritte gibt es im Angriff?

Im Angriff hatten wir diese Saison unheimliche Verletzungsprobleme mit den Langzeitverletzten Oguz Dogan und Marcel Zimmermann. Letzterer hat sich vor wenigen Tagen operieren lassen. Bei ihm hoffen wir, dass er beim Trainingsstart wieder dabei sein kann. Zum Glück hatte Mario Marinic auch diese Saison wieder sein Visier gut eingestellt und sich am Ende auch die Torjägerkanone der Verbandsliga gesichert. Mit Tobias Armbruster haben wir einen Stürmer, der beim SV Göppingen höherklassig Erfahrung gesammelt hat, verpflichtet, der uns mit Sicherheit weitere Qualität und Alternativen bieten wird. Ich denke, in der Offensive sind wir damit sehr gut und flexibel aufgestellt.

Wäre die Mannschaft, die Sie derzeit für die neue Saison planen, auch oberligatauglich?

Natürlich sind wir uns bewusst, dass es einer Herkulesaufgabe gleichkommen würde, bei einem Aufstieg die Oberliga zu halten. Gerade auch, wenn man die Rahmenbedingungen anderer Vereine hier betrachtet. Hier kann die Zielsetzung dann vom ersten Tage an nur der Ligaverbleib sein. So weit sind wir aber noch nicht, und wir sollten auch den Augenblick genießen und die Geschehnisse rund um die beiden Relegationsspiele regelrecht aufsaugen. Über alles andere möchte ich mir erst dann Gedanken machen, wenn es so kommen sollte.

Wie wichtig wäre der Aufstieg für den Verein und auch für das Umfeld?

Es wäre einfach eine tolle Geschichte für Verein, Stadt und die gesamte Region, Oberligafußball bei einem Traditionsverein wie der TSG erleben zu dürfen. Die TSG hat sich fußballerisch in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Die Arbeit und die Erfolge haben sich über die Kreisgrenzen herumgesprochen. Die TSG hat für viele interessante Spieler wieder eine ganz andere Anziehungskraft. Man erntet sehr viel Lob und Anerkennung für diese Leistungen, auch von Gegnern und Konkurrenten. Ich kann mich persönlich nicht daran erinnern, wann die TSG letztmals so erfolgreich war. Das erfüllt einen dann doch schon ein wenig mit Stolz. Es wäre schön, wenn diese Leistungen auch mit einem höheren Zuschauerzuspruch honoriert würden. Es wäre zudem sehr schön und auch wichtig, dass die Wirtschaft im Umkreis dies erkennt und unsere doch so wichtige Jugendförderung finanziell unterstützt.

Abschließend, wie lautet Ihr Tipp für das Heimspiel am Samstag gegen Freiburg?

Wir wollen vor heimischer Kulisse Freiburg das Leben möglichst schwer machen und uns fürs Rückspiel eine gute Ausgangsposition verschaffen. Es wird aber eine verdammt schwere Aufgabe. Die Mannschaft muss in beiden Spielen an ihre Leistungsgrenze gehen und vielleicht noch etwas darüber. Dazu ist sie fähig. Das haben die Spiele gegen Verbandsligameister Freiberg aber auch insbesondere die Heimpartie gegen Ilshofen gezeigt. Die erste Halbzeit gegen Ilshofen sollte der Maßstab sein. Das war aus meiner Sicht einer der besten Leistungen der letzten Jahre. Die Mannschaft hat auch gezeigt, dass auch sie mit der Qualität des Gegners wachsen kann.