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Herren1: Molinari übernimmt zur kommenden Saison

 

„Selbstverständlich versucht man von jedem Trainer das Beste rauszuholen, aber man muss auch authentisch bleiben“, sagt der künftige Coach der Etzwiesenelf auf die Frage, ob Stippel und Zorniger eine Art Lehrmeister für ihn gewesen seien. Dass er gut hingeschaut hat, bewies Molinari in den vergangenen drei Jahren, in denen er mit der Normannia in der Verbandsliga bislang stets in der ersten Tabellenhälfte einkam. Und das, obwohl Schwäbisch Gmünd nicht zu den großen Zahlmeistern der Liga zählt und Molinari den direkten Weg vom Torjäger und Kapitän zum Cheftrainer der Normannia genommen hat. Keine leichte Aufgabe, die er gut bewältigt hat. Auch weil es der neue TSG-Trainer bei seinem alten Klub immer wieder verstand, junge Spieler in der Ersten miteinzubauen.

Auf ein solch gutes Händchen hoffen nun die Verantwortlichen in Backnang. Nicht umsonst verweist Marc Erdmann auf die Ähnlichkeiten zwischen Molinaris Noch- und künftigem Verein. Mit dem dicken Geldbündel durch die Lande ziehen können auch die Etzwiesenkicker nicht. Vielleicht hat Erdmann deshalb festgestellt, „dass es mit Beniamino Molinari vom ersten Gespräch an gepasst hat. Das gilt für sein Alter und für seine Spielphilosophie, die ähnlich wie die von Markus Lang ist“. Das gilt aber ebenfalls für die Erwartungen des neuen Mannes an die TSG. Sie braucht nach dem Abgang von Stephan Fichter (Gmünd) und Marius Jurczyk (Schorndorf) sowie des jungen Keven Schlotterbeck, der Kontakt zum SC Freiberg II haben soll, vor allem neue Innenverteidiger braucht. Erst recht, wenn der Etzwiesenklub gar den Aufstieg in die Oberliga schaffen sollte.

Ein Thema, zu dem Erdmann nur sagt: „Sieben Spieltage vor Schluss muss man sich als Tabellenzweiter mit der Relegation und dem Thema Oberliga sicherlich beschäftigen.“ Sein künftiger Coach will sich gar nicht groß dazu äußern. Er umschreibt es so: „Die Entwicklung der TSG in den vergangenen Jahren war sehr positiv.“ Auch deshalb hat der B-Lizenz-Inhaber, der die Prüfung als Lehrgangsbester abschloss, als erste Trainerstation nach seinem Heimatverein die TSG gewählt. Erdmann stellt fest: „Das waren vom ersten Augenblick an gute Gespräche und es war schnell klar, dass die Chemie stimmt.“ So gut, dass sich beide Seiten auf einen Vertrag über zwei Jahre geeinigt haben. Wobei Beniamino Molinari eines durchaus klar ist: „Ich weiß sehr genau, dass Markus Lang hier sehr gute Arbeit geleistet hat und ich in große Fußstapfen trete.“