Frauen Aktuelles

                                                                                            

Frauen:    Vorbereitung auf die zweite Saison

                                                                   

Am 10. September startet unser Frauenteam mit dem Heimspiel gegen den TSV Bernhausen in die Saison 2017/18.
                                                          


                                                                         

Wir haben Trainerin Stefanie Franke zu Einschätzungen und Zielen befragt.

# Wie schätzt Du den Verlauf der letzten Saison ein?

Let´s face it: angesichts des großen Potentials unseres Kaders sowie gezeigten Trainingsleistungen hatten wir uns sicherlich eine bessere Platzierung bei unserer Premierensaison als Rang 7 (von 9) erhofft. Schließlich begegneten wir (mit Ausnahme der späteren Aufsteiger SV Hegnach II und TV Oeffingen) allen übrigen Kontrahenten mindestens auf Augenhöhe. Aber bei den Aktiven weht eben ein „rauerer“ Wind als noch im Jugendbereich. In den entscheidenden Momenten fehlte unserer unerfahrenen Mannschaft entweder defensiv die nötige Cleverness oder es haperte offensiv an konsequenter Chancenverwertung. So brachten sich die Mädels leider allzu oft um den verdienten Lohn. Während der Rückrunde waren wir zudem gezwungen, zahlreiche Spiele zu verlegen und kamen somit komplett aus dem Rhythmus. Diese Tatsache kostete uns ebenfalls wichtige Punkte. Im Endeffekt sollten wir aber dennoch herausstellen, dass die Hälfte des Kaders letztes Jahr noch bei den B-Juniorinnen spielberechtigt gewesen wäre! Den Frauen der TSG Backnang gehört also definitiv die Zukunft, wogegen die erfahrenere Konkurrenz (noch) die Gegenwart besitzt ;-)

# Wie ist der Stand der Kaderplanung?

Erfreulicherweise konnten wir mit Timea Palomba (VfL Sindelfingen U17) und Carina Fleschmann (SGM BSB Juniorteam Berglen U17) erneut äußerst talentierte, variabel einsetzbare Spielerinnen dazugewinnen. Ferner steht uns nach einem Jahr Langzeitverletzung Goalgetterin Larissa Koch endlich wieder zur Verfügung. Somit ist die Qualität des Kaders abermals optimiert und taktisch flexibler geworden. Einzig die Position einer zweiten Torspielerin ist weiterhin vakant. Hier gilt es schnellstmöglich nachzubessern. Grundsätzlich jedoch werden wir das Konzept, vornehmlich auf junge, entwicklungsfähige Spielerinnen zu setzen, stetig weiterverfolgen.
Bemerkenswert: Unsere lernbegierige Mannschaft verzichtete – auf eigenen Wunsch – auf eine Sommerpause und präsentiert sich ungemein trainingsfleißig, fokussiert und ehrgeizig. Eine Tatsache, die uns Trainern die Arbeit natürlich eminent erleichtert.

# Was sind die Ziele für die Saison?

Bekanntermaßen bin ich kein Freund von Nennung konkreter Tabellen-Plätze im Vorfeld. Sollte es trotz grandioser Runde dennoch nicht für die angestrebte Platzierung gereicht haben, wäre man enttäuscht und würde alles in Frage stellen. Vielmehr erhoffe ich eine weitestgehend verletzungsfreie Saison, eine größere Anzahl Spiele in Bestbesetzung sowie Stabilisierung unserer Leistung. Sollte das Team es in einem höheren Maße schaffen, sein Leistungsvermögen zu 100% abzurufen als auch kaltschnäuzigere Chancenverwertung zu betreiben, braucht sich die TSG vor Niemandem zu verstecken! Und Selbstvertrauen versetzt bekanntlich Berge ;-) Nichtsdestotrotz sind wir mit einem Durchschnittsalter von exakt 17,0 Jahren nach wie vor die „Küken“ der Liga und befinden uns immer noch in der Lernphase. Bei allem Understatement verfolgen wir Verantwortlichen dennoch einen klaren – intern definierten - Masterplan, den es zielstrebig zu verwirklichen gilt.

# Wie seht ihr im Trainer-Team die Konkurrenz in der Kreisliga Rems-Murr/Stuttgart?

Uns in der Konkurrenz im Vorfeld zu positionieren fällt mir schwer. Denn die drei Reservemannschaften (Verbandsliga-Reserve Spvgg Stuttgart-Ost, Landesliga-Reserve Spvgg Rommelshausen, Bezirksliga-Reserve TSV Mühlhausen) sind in puncto Qualität ein echtes „Überraschungsei“ bzw. deren Leistungsvermögen abhängig vom jeweilig aufgebotenen Kader am Spieltag. Aufgrund diesbezüglicher Negativerfahrungen in der abgelaufenen Saison ein Umstand, dem ich recht kritisch gegenüberstehe. Am Beispiel der Oberliga-Reserve SV Hegnach II (Meister, Bezirkspokalsieger, Vizemeister Hallenbezirkspokal, Endrundenteilnehmer wfv-Verbandshallenmeisterschaft) ein deutlicher Fingerzeig, zu welchen Leistungen ein „Kreisligist“ (mit Hilfe sämtlicher wfv-Regularien im angewandten Grenzbereich) fähig ist….
Meiner Einschätzung nach wird sich daher auch der diesjährige Titelkampf vornehmlich auf diese 3 o.g. Reserveteams fokussieren.

                                                                             


     

              Wir begrüßen unseren neuen

Co-Trainer Jürgen Ruoff
 

                                                                             
Wir freuen uns, Jürgen Ruoff als neuen Co-Trainer unseres Frauenteams begrüßen zu dürfen. Zum Kennenlernen haben wir ihm einige Fragen gestellt.

# Kannst Du uns ein wenig über Dich und Deine Fußball-Historie erzählen?

Ich bin 58 Jahre alt, verheiratet und von Beruf Bauingenieur. Alle unsere 3 Kinder spielen Fußball und haben selbst schon Jugendmannschaften trainiert. Die jüngste hat letztes Jahr den DFB-Junior-Coach am Gymnasium in Marbach gemacht. Dort habe ich auch 4 Jahre lang Mädchenfußball als 3. Sportstunde unterrichtet.
Bis vor einem Jahr war ich 3 Jahre lang Trainer der Frauenmannschaft der SGM SGV Hochdorf/FC Remseck und 2 Jahre lang der SGM FC Marbach/JSG Remseck, 3 1/2 Jahre lang U 15 und U 17 Juniorinnen des FC Marbach, 4 Jahre lang U 7 und U 9 Juniorinnen des FC Biegelkicker Erdmannhausen.
Gespielt habe ich selbst seit der E-Jugend bis vor 5 Jahren bei den Alten Herren in Erdmannhausen und während meiner aktiven Zeit in der II. Amateurliga (SGV Murr), der Landesliga (SGV Murr) und Kreisliga A und B (SGV Murr II und GSV Erdmannhausen).

# Wie kam es, dass Du jetzt als Co-Trainer bei der TSG einsteigst?

Meine Tochter wechselte letzten Oktober zur TSG Backnang. Ich erkannte seit dieser Zeit das Potential der Mannschaft als zuschauender Vater. Als ich hörte, dass die bisherige Trainerin Miri aufhören wird, überlegte ich mir nach 1 Jahr Trainerpause einen Wiedereinstieg und führte mit Steffi ein gutes Gespräch. Bereits in der vergangenen Rückrunde war ich bei einzelnen Übungseinheiten eingesprungen.
Das Trainerengagement kann ich sowohl beruflich und als auch familiär gut unter einen Hut bringen.

# Was sind Deine persönlichen sportliche Schwerpunkte?

Zusätzlich zu dem bisherigen sportlichen Niveau der Mannschaft liegt mir die Ballsicherheit und das Pressing am Herzen. Dabei ist sowohl physische als auch psychische Fitness notwendig. Das Zweikampf- und das taktische Verhalten muss noch weiter gestärkt werden. Jede Spielerin soll ihre persönlichen Stärken in die Mannschaft einbringen und selbstbewusst auftreten. Eine positive Körpersprache bringt dies zum Ausdruck. Diese sportlichen Motivationsmerkmale und Ziele können die Spielerinnen auf andere Lebensbereiche übertragen, so z.B. in Ausbildung, Beruf, Studium.
Auch sollen die jungen Frauen lernen, im Spiel mehr miteinander in einer "Kommandosprache" zu kommunizieren. So kann sich die Mannschaft eigenständig coachen.

# Wie würdest Du Dich als Trainer beschreiben, was ist Dir wichtig?

Ich bin ein positiv denkender Mensch, der es gewohnt ist, die Spielerinnen über positive Emotionen zu motivieren. Im Coaching von außen ist es mein Stil, der jungen Mannschaft klare Anweisungen zu geben. Ich möchte mit Steffi eine einvernehmliche Trainerfunktion ausüben und Geschlossenheit im Trainerteam zeigen. Das erreichen wir mit klaren Absprachen und Zuständigkeiten. Meinen Führungsstil bezeichne ich als kooperativ. Daher ist es mir wichtig, Entscheidungen im Trainerteam zusammen mit den Spielerinnen vorzubereiten und vorzubesprechen sowie transparent zu machen.

# Welchen Tabellenbereich strebst Du mit dem Team in der kommenden Kreisliga-Saison an?

Unsere Mannschaft hat die Fähigkeit, sich im vorderen Mittelfeld zu platzieren. Dahin möchte ich sie zusammen mit Steffi bringen. Im Rennen um die Meisterschaft sind die Spvgg Rommelshausen II und der sehr gut ausgebildete Nachwuchs des TSV Mühlhausen/Stuttgart heiße Kandidaten.