Frauen: VfL Kaltental - TSG 1:1


14.Spieltag Kreisliga Rems-Murr/Stuttgart am 30/04/2017

VfL Kaltental vs. TSG Backnang 1:1 (0:1)

 

(sf) Zu einer „MISSION IMPOSSIBLE“ geriet die Auswärtsbegegnung beim Fünftplatzierten bzw. direkten Tabellennachbarn. In den Hauptrollen jedoch nicht US-Agent „Ethan Hunt“ (alias Tom Cruise) & sein Team, sondern unsere Capitana Miri & Mitstreiter. Denn der bittere Ausfall von 7 Akteurinnen war schlichtweg nicht zu kompensieren. So vermissten die Roten – neben Langzeitverletzten Lari & Lina (beide Bänderriss) - ferner Sina, Sarah und Jasmin (Abiturprüfungen), Louisa K. (Krankheit) sowie kurzfristig auch noch Rebecca (Gehirnerschütterung nach Trainingsunfall). Desweiteren hatten Emma & Eva (Urlaub), wie auch Lena (Sportverbot nach Fingerfraktur) sichtbaren Trainingsrückstand.

Die zerfahrene Anfangsphase daher wahrlich nichts für Feinschmecker. Während der defensiv agierende Kontrahent vornehmlich auf Spielzerstörung bedacht, war unseren Mädels die insg. 4wöchige Spielpause unverkennbar anzumerken. Erste nennenswerte Gelegenheit auf Seiten der Backnanger bot sich daher Stürmerin Antonia erst in Minute 21, doch ihr Versuch aus spitzem Winkel ließ nötige Konsequenz vermissen, um ernsthafte Gefahr für das Kaltentaler Gehäuse auszustrahlen. Besser machte es wenig später Mittelfeldakteurin Kim, als sie ihren energischen Einsatz im gegnerischen 16er mit einem präzisen Schuß zur 0:1-Führung krönen durfte (28.). In der Folgezeit bewiesen auch die Gastgeberinnen ihre durchaus vorhandenen Offensivqualitäten – aber entweder fehlten entscheidende Zentimeter oder unsere aufmerksame Schlußfrau Larissa packte beherzt zu.

Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck des VfL auf unsere (angesichts o.g. Ausfälle) neu formierte Viererkette vermehrt gesteigert, wogegen eigene Angriffsbemühungen leider allzu oft in der vielbeinigen Abwehr des Tabellen-Fünften verpufften. Nach 56 Minuten mußte sich die tapfer fightende TSG allerdings geschlagen geben: den 1. satten Abschluss der Kaltentaler Stürmerin konnte Keeperin Larissa gerade so mit den Fingerspitzen entscheidend ablenken, aber der gefühlt 6.Nachschuß inmitten eines wilden Gestochere im 5-Meter-Raum fand dann eben doch seinen Weg über die Torlinie zum keinesfalls unverdienten 1:1-Ausgleich (56.). Mit diesem Erfolg im Rücken drehten die Stuttgarterinnen nochmals an der Offensivschraube und kamen zu einigen guten Möglichkeiten. Jedoch wehrten sich die Gäste nach Leibeskräften und überstanden jene Drangphase unbeschadet. Auf der anderen Seite bot sich Regisseurin Miri eine hochkarätige Chance, als sie aus 30 Metern Entfernung mutig per Vollspann abzog und sich das runde Leder bereits über die aufgerückte VfL-Keeperin senkte – letztlich aber mit einem lauten *Rumms* auf die Torlatte klatschte (62.). Spätestens der Endphase drückten die austrainierten Roten wieder ihren Stempel - gegen konditionell abbauende Gegnerinnen - auf und erhöhten nun ihrerseits das Tempo. Den „Lucky Punch“ zur finalen Entscheidung besaß Luca im Anschluß an einen Eckstoß von rechts. Ihr Versuch aus 13m strich allerdings knapp am linken Pfosten vorbei (90+1). So blieb es bei einer erneuten Punkteteilung beider Mannschaften.

Fazit: Nachwievor bekommt der Liganeuling gegen durchweg erfahrenere Konkurrenz nichts geschenkt, sondern muß sich jeden einzelnen Punkt hart erarbeiten. Doch wer nicht gewillt ist, für seine Ziele mit Herz&Leidenschaft zu kämpfen, sollte besser auch nicht in den Ring steigen ;-)

 

Es spielten: Larissa Hähnel – Louisa Bornhak, Lena-Marie Mögle, Miriam Weber (ab 61. Angelina Malisi), Luca Jung – Emma Döffinger, Eva Reinhardt, Mirja Suckut, Kim Sailer – Megan Pressburger (ab 46. Vanessa Wahl), Antonia Ruoff