Frauen: TV Zazenhausen - TSG 3:0

 

17.Spieltag Kreisliga Rems/Murr-Stuttgart am 21/05/2017

TV Zazenhausen vs. TSG Backnang 3:0 (1:0)

(sf) Eine Niederlage, die frau aufgrund der Spielanteile mitnichten/nimmer/gar nicht/keinesfalls/never ever hätte kassieren dürfen, setzte es im Rückspiel beim Tabellen-Vierten. Durch Ankündigung des Gegners kurzfristig zum Flex.Modus (9:9) gezwungen, begannen die Gäste in ungewohnter 3-4-1-Formation nichtsdestotrotz sehr fokussiert und wild entschlossen, angestrebte Trendwende einzuläuten. Erfreulich: Abwehrchefin Lina feierte nach 7wöchiger Verletzungspause ihr Comeback und verlieh unserer Defensive – allein durch ihre Präsenz – vermisste Stabilität. Den Ball flüssig durch eigene Reihen zirkulierend, kreierte die TSG zumeist über deren schnelle Flügelstürmerinnen Luca und Sarah immer wieder gute Chancen in aussichtsreicher Position. Letztlich aber der Abschluss…*seufz*…Themawechsel :-( Die beste Möglichkeit der Anfangsphase initiiert durch Luca, doch deren scharfe Hereingabe über rechts verfehlte Stürmerin Kim im Strafraum um wenige Zentimeter (13.). Eine Glanzparade der Zazenhauser Keeperin vereitelte wenig später den Einschlag von Miri´s wuchtigem Versuch aus 13m (22.). Nicht eingreifen musste sie dafür beim Distanzschuß unserer – fortwährend als Antreiber fungierenden - Kapitänin, denn dieser verfehlte das Ziel um ca. 1m (26.). Stetig rollte der Angriffs-Express der Backnangerinnen auf das gegenüberliegende Gehäuse, aber wie an einer unsichtbaren Wand verpuffte beinahe jegliche Entschlossenheit der Roten auf Höhe des 16ers und die finale Verantwortung des Torabschlusses wurde lieber an eine Kollegin weitergereicht. Solange, bis die Abwehrreihe des Viertplatzierten Klärung herbeiführen konnte. Daß sich jene Vielzahl ungenutzter Möglichkeiten irgendwann rächen würde, lag förmlich auf der Hand. Schließlich lauerte auf Zazenhauser Seite die unangefochtene Torschützenkönigin der Liga. Denn eine gewiefte Christine Zöller benötigt eben wenig(er) Chancen zum Erfolg. Von Sina/Lena nahezu abgemeldet, stach die erfahrene Stürmerin wenige Sekunden vor der Halbzeitpause jedoch eiskalt (mittels gekonnter Körpertäuschung) zu und netzte zum völlig überraschenden 1:0 für die bis dahin dominierten Gastgeberinnen ein (44.).
„Dieses Zwischenergebnis ist echt mega-schmeichelhaft für uns!“, so der treffende Kommentar einer Akteurin des TV beim folgenden Gang in die Kabine.
Von diesem Wirkungstreffer schienen sich die jungen TSGlerinnen in Durchgang 2 nicht mehr zu erholen, denn das Spielgeschehen wurde zunehmend zerfahrener und die klaren Gelegenheiten seltener. Bedingt auch, da der Kontrahent sein Engagement nun vornehmlich auf Defensivarbeit umstellte. Und just, als sich der Liganeuling berappelt zu haben schien (beinahe der Ausgleichstreffer durch Weitschützin Miri – Schlußfrau klärt zur Ecke, 61.), folgte der finale K.O. zugunsten der Grün/Schwarzen per Kopf aus kurzer Distanz durch die Zazenhauser Sturmführerin zum 2:0 (62.). „Rien ne va plus!“, wie der Franzose zu sagen pflegt. Ihr insgesamt 3.Treffer der Partie dann schon in der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand (90+1).

Fazit: Wiedermal wurde das größte Manko der TSG-Frauen offensichtlich: das Fehlen einer treffsicheren Goalgetterin. Entsprechende Bewerbungen interessierter/wechselwilliger Kandidaten gerne an diese Adresse :)

Es spielten: Larissa Hähnel – Antonia Ruoff, Lina Huber (ab 80. Louisa Bornhak), Sina Dietl (ab 35. Lena-Marie Mögle) – Luca Jung, Eva Reinhardt, Mirja Suckut, Sarah Erhardt – Kim Sailer (ab 61. Megan Pressburger)