Die ersten Jahre 1919 - 1929

Die ersten Jahre
Im Jahre 1920 wurde der Verein in den Süddeutschen Fußballverband aufgenommen. Auch bei der Suche nach einem Sportplatz wurde man fündig. Zunächst wurde auf dem Seminarsportplatz (heute Mörikeschule) gespielt. Ab 1923 konnte der Verein seine Spiele auf der Bleichwiese austragen. Zuvor wurde in harter Arbeit die damals bestehende Eisbahn in einen Sportplatz umgebaut.

Das Bild zeigt die 1. Mannschaft im Jahr 1923 auf dem Bleichwiesensportplatz:

        H.Fritz, Eckert, Schleicher, Gneiting, Scheerer, Felger, Zerweck, O.Fritz, Schank, Zink, Krautter

Die damalige Sportbekleidung bestand aus rotweiß längsgestreiften Trikots und schwarzen Hosen. Kaum ein Spieler besaß richtige Fußballstiefel. Mit großem Idealismus meisterten die Spieler schwierige Umstände. Nach dem 1.Weltkrieg fuhr die Bahn noch nicht. Zu den Spielen ging man zu Fuß oder man fuhr mit einem von 2 Pferden gezogenen Leiterwagen.

Im Spieljahr 1920/21 gehörte der Verein der C-Klasse an und spielte gegen heute noch bekannte Gegner wie den VfB Stuttgart, Germania Bietigheim, SV Fellbach oder den TV Zuffenhausen. Der Verein zählte damals stattliche 131 Mitglieder und 62 Jugendliche und nahm mit 4 Mannschaften am Spielbetrieb teil. 1921/22 stiegen die Backnanger in die B-Klasse auf, der sie bis 1926 angehörten.

Jede freie Minute arbeiteten die Spieler an der Fertigstellung des Platzes auf der Bleichwiese. Dann gründeten andere Backnanger Vereine, der TB und der TV, eigene Fußballabteilungen, zogen eine Menge Spieler ab und schwächten den jungen FVB gehörig. Aber auch diese Krise überstand der Verein, er ging moralisch gestärkt daraus hervor.

1923 konnte als erster ausländischer Verein der Schweizer Verein FC Waßbach-Forch aus der Nähe von Zürich in Backnang begrüßt werden.

Ende 1924 - Anfang 1925 setzten sich mit Karl Sommerer und Albert Hermann (späterer Bürgermeister in Gaildorf) zwei Männer mit großer Erfahrung an die Spitze des Vereins. Diese beiden ermöglichten nach zähem Ringen und unter Überwindung größter Hindernisse den Kauf des Geländes in den Etzwiesen. Ein Darlehen von der Stadt, eigene Mittel sowie eine Sammlung bei der Industrie und den Sportfreunden der Stadt erbrachte die notwendige Summe von 15 000 Reichsmark für Platz, Umkleideräume und eine kleine Tribüne. Für den Ausbau des neuen Sportgeländes wurden alle Kräfte mobilisiert und schon im September 1925 konnte die vereinseigene Sportanlage mit einem Spiel gegen den VfB Ludwigsburg eingeweiht werden.
 

                Platzeinweihung am 20. September 1925 gegen den VfB Ludwigsburg

Mit den sanitären Einrichtungen gab es allerdings noch Probleme,so dass man sich als Spieler vorläufig in der - damals  noch recht sauberen - Murr waschen musste.

Das Wirtschaftsgebäude wurde erst 1928 von Mitglied Beerkircher erbaut, vom Verein zunächst gepachtet und schließlich käuflich erworben.

Noch im selben Jahr wurde auf dem Sportplatzgelände ein Tiefbrunnen gebohrt, der über eine einfache Handpumpe einen Waschtrog speiste. Über lange Zeit war dies der "Waschraum" der Aktiven.

Im Jubiläumsjahr 1929 wurde das neue Clubhaus im Rahmen eines Sommernachtsfestes feierlich eröffnet.
Ein Jahr später trat Karl Sommerer als Vorsitzender zurück und Karl Schiebel übernahm für ein Jahr den Vorsitz im
Verein. In jene Zeit fällt auch der Aufstieg in die Kreisliga, den die Mannschaft im Spieljahr 1929/30 erreichte.