Stadionumbau in den Etzwiesen

 

Allerdings sind es nicht allein die allgemein gestiegenen Baupreise, die zu einer Mehrausgabe führen. Entgegen ursprünglicher Vorstellungen muss auch ein Zisternenbauwerk errichtet werden, um stets genügend Wasser zu haben, um den Rasen zu sprengen. Im Vorfeld war dies nicht erkennbar, sagte Bruss auf Nachfrage von Grünen-Stadtrat Willy Härtner. Wenn man in den Haushaltsplanentwurf Beträge aufnimmt, dann seien dies immer nur Schätzungen, erst eine sogenannte Tiefenplanung bringe Klarheit, sagte der Amtsleiter.

Mit den ersten Arbeiten soll bereits im Mai begonnen werden, am Rasen beziehungsweise am Spielfeld selbst wird allerdings erst in der Sommerpause der Kicker Hand angelegt. Die Fertigstellung ist für den Oktober geplant.

Damit allerdings ist noch nicht Schluss in den Etzwiesen. „Sind weitere Sanierungsmaßnahmen geplant?“, wollte Heinz Franke (SPD) wissen. „Was kommt noch alles an Kosten auf uns zu?“ Etliches, wie der Antwort von Hans Bruss zu entnehmen war. Ein zweiter Kunstrasenplatz ist geplant und eine Erneuerung beziehungsweise Teilverlegung von Parkplätzen. Alles in allem dürften nochmals 900000 Euro fällig werden. Im Finanzplan für die nächsten Jahre werden sich diese Projekte wiederfinden.

Dass auch andere Vereine außer der TSG Backnang die Etzwiesen-Sportanlage nutzen dürfen, sagte Bruss auf Frage von Dr. Gerhard Ketterer, schließlich befinden sich die Anlagen im Eigentum der Stadt. Spielfeld, Stehstufen, Parkplätze – überall gibt es etwas zu verbessern und zu erneuern. Nur die „Tribüne bleibt so, wie sie ist“ (Bruss).

Im Einzelnen geschieht im laufenden Jahr dieses: Weil die Wurzeltiefe auf dem Sportplatz zu gering ist, wird die oberste Schicht abgefräst und die darunter liegende Schicht verbessert, gelockert, egalisiert und dann wird neu eingesät. Zudem wird das Spielfeld etwas verkleinert und zum Kunstrasenspielfeld hin verschoben. So wird die spätere Anlage eines weiteren Kunstrasenplatzes im nördlichen Bereich ermöglicht.

Bislang wurde der Rasen mit großem Aufwand des Bauhofes durch fahrbare Regner bewässert, die aus einem Brunnen gespeist wurden. Doch die Wassermenge war zumeist zu gering, weshalb sich die Gräser nicht so entwickeln konnten, wie es eigentlich erforderlich ist. Deshalb wird eine sogenannte Unterflurberegnungsanlage nach heutigem Standard eingebaut. Damit reduziert sich der personelle Aufwand und es kann auch nachts bewässert werden, was wiederum die Verdunstung reduziert. Erhoffte Folge: Die Wurzeln können tiefer dringen.

Allerdings gibt der vorhandene Brunnen nicht genügend Wasser her, zudem ist der Wasserdruck nicht befriedigend. Deshalb ist nach Angaben des Bauamtes ein „Zwischenspeicher mit Druckerhöhungspumpe als Zisternenbauwerk erforderlich“. Eine Beregnung mit Trinkwasser ist somit nicht notwendig, zumal dies aus ökologischen Gründen auch nicht gewünscht ist.

Marode ist auch das Umfeld des Spielfeldes, vor allem die Stehstufenanlage. Sie wird saniert, um den ganzen Platz sollen neue Wegeflächen und Barrieren eingebaut werden.